15.05.2024
Max-Planck Gesellschaft

Neubau für die Grundlagenforschung an Quantenmaterialien

Schlüsselübergabe Katharina Fegebank, Prof. Dr. Ángel Rubio und Prof. Dr. Patrick Cramer. Foto: Julia Knop,für MPSD

Der 13. Mai markiert einen Meilenstein für das Hamburger Quanten-Ökosystem. In der Science City Nord wurde feierlich der Neubau der Max-Planck Gesellschaft eingeweiht.

Der Neubau bietet bis zu 160 Wissenschaftler:innen Platz. In ihm befinden sich schwingungsarme Labore gepaart mit hoher Luftreinheit für die Herstellung von Mikro- und Nanostrukturen. Mit diesen Proben werden hochpräzise Experimente an Hochleistungslaserquellen, extrem starken Magnetfeldern im 20 Tesla-Bereich oder ultratiefen Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt (-273,15° Celsius) durchgeführt. Desweiteren gibt es moderne, helle Büros und große Räume zum gemeinsamen Austausch. Auf dem Dach wartet das Gebäude mit einem absoluten Highlight auf. Der sich dort befindliche Dachgarten ist ein toller Ort für den wissenschaftlichen Austausch oder dient als Rückzugsort und Inspirationsquelle.

„Dieses innovative Gebäude markiert einen entscheidenden Moment in unserem Bestreben, die Geheimnisse der Quantenmaterialien zu entschlüsseln. Hier, in diesen Mauern, werden wir die grundlegenden Bausteine der Materie erforschen, ihr kompliziertes Verhalten aufdecken und ihr Potenzial nutzen, um Technologie und Materialwissenschaft zu revolutionieren.“ Geschäftsführender Direktor des MPSD, Ángel Rubio

Die Science-City Bahrenfeld wächst

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank betont wie wichtig und gut dieser Schritt für die Hansestadt ist.

„Mit dem Neubau des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie ist ein Meilenstein hier in der Science City Hamburg Bahrenfeld erreicht. In dieser Nachbarschaft finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler alles, was sie für ihre exzellente Forschung brauchen: Optimale Laborbedingungen, hochmoderne Technik und eine einzigartige Infrastruktur für Kooperationen. Dieser Mix ist der Stoff, aus dem die Zukunft gemacht ist. Ein wichtiger Schritt nach vorn, der Hamburg als internationale Wissens- und Innovationsmetropole noch sichtbarer macht. Ich gratuliere zur Eröffnung und bedanke mich bei allen, die zu diesem großen Erfolg für unsere Stadt beigetragen haben!“

Mit dem neuen Gebäude lassen sich nun grundlegende Eigenschaften der Materie bis in den atomaren Bereich noch besser untersuchen und erforschen. Zudem ist es dort möglich Materialien durch starke Laserimpulse in neue Zustände zu bringen, die so in der Natur nicht vorkommen.

Das Gebäude kostete insgesamt 54 Millionen Euro. 37 Millionen wurden von der Stadt Hamburg finanziert, den Rest trägt die Max-Planck Gesellschaft.

Uns als HQIC freut es sehr, dass das Ökosystem und die Infrastruktur in Hamburg stetig wächst, denn sie bildet den Grundstein für die weitere Erforschung aller Quantentechnologien und macht unsere Stadt international attraktiv für Talente in der Forschung.